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July 11 Claude Makelele - 11. Juli 2006Mein erstes Gefühl nach Ende des Weltmeisterschaftsfinales war ein Schuldgefühl. Das mag ein wenig eigenartig klingen, aber ich habe wirklich gedacht, ich hätte mehr tun können, um das Resultat des Spiels zu beeinflussen.
Ich war ziemlich zufrieden mit meiner Leistung, besonders in der zweiten Halbzeit. Aber als ich meine Leistung detailliert und genauer untersuchte, wusste ich, dass ich einige Dinge hätte besser machen können – wie einen Pass hier oder einen Angriff da – die für das Team vorteilhaft gewesen sein könnten.
Es war natürlich alles sehr ärgerlich, aber, wie ich in diesem Tagebuch bereits gesagt habe, ich bin eine sehr spirituell ausgerichtete Person, und manchmal sind die Dinge so bestimmt. Das Finale zu erreichen war eine tolle Leistung, aber so nahe dem Sieg zu kommen, weil wir das bessere Team waren, war eine Schlappe, die wir eingestehen müssen.
Die rote Karte von Zizou war das grosse Thema nach dem Spiel. Ob er verbal provoziert worden ist, so zu handeln, wie er handelte, weiss ich nicht. Ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen, da es eine sehr persönliche Sache für ihn ist, damit umzugehen.
Es ist nicht korrekt, für jeden, Urteile über den Vorfall zu fällen, es sei denn, wir kennen alle Fakten. Aber ich hoffe wirklich, dass es keinen Schatten auf die Karriere des besten Fussballers seiner Generation wirft.
Zizou muss keinerlei Schuldgefühle für das, was passiert ist, haben. Er hat so viel zum französischen Fussball in der Vergangenheit beigetragen und das ganze Land hinter ihm sollte ihm dankbar sein.
Wir waren alle nach dem Spiel bis drei Uhr morgens wach und haben das Spiel diskutiert, was hätte sein können, aber wir können nichts ändern und müssen nun nach vorne sehen.
Ich muss entscheiden, wie meine Zukunft im internationalen Fussball aussehen wird, aber ich denke, es ist unvermeidbar, dass ich mich jetzt zurückziehe. Es war eine Ehre, für mein Land zu spielen und ich bin so froh, dass ich noch einmal in dem Finale einer Weltmeisterschaft spielen konnte.
Ich werde die nächsten paar Wochen mit meiner Familie Ferien zu Hause in Südfrankreich verbringen und dies wird mir viel Zeit geben, über die Zukunft nachzudenken.
Es gibt so viele Dinge, die mich erwarten, wenn ich an Chelsea für das Training Bericht erstatte. Die Weltmeisterschaft war ein grosses Abenteuer, aber das Leben geht weiter. Es macht keinen Sinn, in der Vergangenheit zu verweilen. Comments (6)
Claude Makelele
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